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Wohnanlage mit flexibler Nutzung

Berlin

Zum Projekt:

In Treptow-Köpenick, im Südwesten von Berlin gelegen, entsteht das Pilotprojekt der ersten europäischen Wohnungsbaugenossenschaft LiM.

Die LiM (Living in Metropolises SCE) wurde 2018 von 37 Gründungsmitgliedern aus Österreich, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland als Lösungsansatz für die aktuell drängende Wohnungsfrage im urbanen Raum ins Leben gerufen. LiMs Grundsätze verstehen sich als zeitgemäße Neuinterpretation der genossenschaftlichen Ideen von Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch.

Das definierte Ziel der LiM auf den steigenden Wohnbedarf nicht einfach »mit Quadratmetern zu antworten«, sondern darüber hinaus die Frage nach dem Wohnen neu zu formulieren, bildet auch die Grundlage für die architektonische Entwicklung des Projekts in der Ewaldstraße. Die 29 geplanten Wohnungen richten sich in einem flexiblen Mix gewollt an die verschiedensten Lebensstile/-abschnitte, Familiensettings und Generationen.

Das Prinzip der »Ressourcenschonung« soll nicht nur bei der Bauweise und der letztendlichen Leistbarkeit des Wohnraums zur Anwendung kommen.

Die knappe Ressource »Raum« wird vielmehr generell in einer Umkehrung und Hinterfragung des konventionellen Verhältnisses Privat/Allgemein neu konzipiert. Die konsequent umgesetzte Idee der Clusterwohnung führt zu einer optimierten Verkleinerung des klassisch »abgeschotteten« Privatraums. Das kommt einerseits der Bezahlbarkeit der Wohnungen entgegen, ermöglicht aber auch die großzügige Einplanung von Allgemeinflächen wie Küche, Werkstatt, Shared Workspace etc., die auf lange Sicht ein wirklich gemeinschaftliches Leben im Haus verwirklichen sollen.

Großen Wert legt das Projekt auf künftige Nutzungsflexibilität bei diesen Allgemeinflächen. Durch eine Kombination von Zutrittsmöglichkeiten soll das genossenschaftliche Prinzip der flexiblen Bedarfsorientierung auch hier zur Geltung kommen. (Tafkaoo Architects)

Zur Bauweise:

Das Gebäude wird als Holz-Beton-Hybridbau errichtet. Die Fassade des Gebäudes ist eine mehrschichtige Holzfassade, die außen aus Lärchenholz besteht. Die Holzelementfassade wird von Weissenseer in Österreich produziert, fertig auf die Baustelle geliefert und vor Ort montiert.

Innovativ ist neben der Bauweise auch die Stromversorgung: Sie erfolgt in großen Teilen über eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Wärmeversorgung erfolgt aus Erdwärme und über Wärmepumpen. Ein innovatives, insektenschützendes Beleuchtungskonzept, die Errichtung von Gemeinschaftsflächen mit technischer Ausstattung für Homeoffice-Arbeitsflächen und Glasfaserübertragungstechnik im Haus runden das Konzept ab.

„Mit unserem Genossenschaftshaus in der Ewaldstraße setzen wir einen ersten wichtigen Akzent und hoffen, dass dieses Bauvorhaben als Basis für europaweites zukunftsorientiertes Wohnen dient“, so LiM-Aufsichtsratsvorsitzender Marc Bonjour. (lim-coop.eu)

Architektur: Tafkaoo Architects
Statik: Kurt Pock Tragwerksplanung
Foto: Renderings: Tafkaoo Architects


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